Bürgerinformation Neunburg v. W.


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Impressum

 

Arbeitskreis Stadthallenareal

Besetzung des Arbeitskreises Stadthallenareal

Stadt Neunburg v. W.
Erster Bürgermeister Herr Wolfgang Bayerl
VOAR Herr Johann Weichselmann

Stadtratsmitglieder
Herr Martin Birner, Frau Marianne Deml, Herr Franz Koller, Herr Martin Scharf, Herr Anton Scherr, Herr Dr. Richard Wagner

Modelprojekt "Leben findet Innenstadt”
2. Bürgermeisterin Frau Johann Gückel, Herr Martin Schmid

Aktionsbündnis „Neue Stadthalle – aber anders als geplant“
Herr Josef Deml, Herr Hans Fleischmann, Herr Stephan Ludwig, Herr Bert Maderer, Herr Peter Zant


Bericht des Moderators Hans Eibauer (26.07.08) zum aktuellen Diskussionsstand Revitalisierung Stadthallenareal nach der 5. AK-Sitzung
   
   
 

Zeitungsberichte zum Arbeitskreis

MZ / 05.08.2008
Arbeitskreis: CSU-Rüge für Moderator Hans Eibauer
   
MZ / 29.07.2008
Arbeitskreis will Supermarkt nicht mehr im Konzept sehen
"Es darf keine Pause geben"
   
NT / 29.07.2008
Arbeitskreis erarbeitet Empfehlung an Stadtrat
Für schnelle Umsetzung
   
MZ / 02.07.2008
"Ist das der große Wurf für die Zukunft?"
   
 

 

 

Protokolle der Arbeitskreissitzungen

Protokoll der 4. Arbeitskreissitzung
Öffentliche Versammlung am 30. Juni 2008
Protokoll der 3. Arbeitskreissitzung
Protokoll der 2. Arbeitskreissitzung
Protokoll der 1. Arbeitskreissitzung

 


pdf Pressemitteilung zur Revitalisierung vom 18.06.2008

 

Revitalisierung des Stadthallenareals der Stadt Neunburg v. W.

Informationspapier zum Stand des Diskussionsprozesses nach der 3. Arbeitskreissitzung am 16.06.08

Verfasser: Hans Eibauer, 18.06.08

Der Stadtrat der Stadt Neunburg v. W. beschließt in seiner Sitzung vom 08.05.08 einen Arbeitskreis zu installieren, der eine Lösung für die Revitalisierung des Stadthallenareals finden soll, die den Bürgerentscheid berücksichtigt, förderfähig ist und möglichst schnell in Planung gehen kann.

 

1. Sitzung des Arbeitskreises Stadthallenareal am 21.05.08

Unter der Leitung von 2. Bürgermeisterin Johanna Gückel einigt sich der Arbeitskreis darauf, einen externen Moderator zu beauftragen, der den Diskussionsprozess bis zum erfolgreichen Abschluss führt. Einvernehmlich wird empfohlen, seitens der Stadt Hans Eibauer, Schönsee, als Moderator zu beauftragen.

Festgelegt wurde, dass sich der Arbeitskreis alle zwei Wochen trifft.

Eine tiefer gehende Diskussion wurde in der 1. AK-Sitzung – noch ohne Moderator - nicht geführt, jedoch angeregt, seitens der Stadt den Hirschenwirtstadel und den Brunnenbäckerstadel zu erwerben. Weiter äußerten sich Mitglieder des Aktionsbündnisses zum Edeka-Markt und zu Alternativen: Auf einen Supermarkt sollte verzichtet werden.

Hans Fleischmann nimmt Stellung zum engen zeitlichen Rahmen, der zur Verfügung steht. Der Arbeitskreis darf keine Zeit verlieren. Bis Ende Juli sollte sich der Arbeitskreis (unter Einbeziehung der Öffentlichkeit) auf ein tragfähiges Konzept der Revitalisierung geeinigt haben, das auch mit den Förderbehörden abgestimmt ist. In diesem Zeitraum ist auch die Beauftragung des Planers zu klären. Nur dann lassen sich die zeitlichen Vorgaben des Mittelabrufs für das Projekt erfüllen.

Seitens der Stadt wird im Nachgang zur Sitzung auf folgende, ebenfalls Zeit beanspruchende Punkte hingewiesen:

Für die neue Planung muss das Nutzungskonzept und die Raumplanung der Stadthalleüberarbeitet werden. Es muss – wenn nicht Edeka-Markt - eine andere förderfähige Lösung gefunden werden.

Wer wird Bauträger der Gebäude auf dem neu beplanten Stadthallenareal (Stadthalle und
sonstige im geänderten Konzept gewollte Projekte)

Verhandlungen mit den Förderstellen, um zu klären, ob die neuen Überlegungen den Förderkriterien entsprechen

Soweit notwendig, vorbereitende Untersuchungen des Geländes

Bebauungsplan- und Baugenehmigungsverfahren

 

2. Sitzung des Arbeitskreises Stadthallenareal am 03.06.08

Die 2. Sitzung wird bereits von Moderator Hans Eibauer, Schönsee, geleitet.

Hans Eibauer fasst die vom Arbeitskreis zusammen mit ihm zu leistende Arbeit in folgendem Statement zusammen:

1) Zielsetzung der Moderation ist das Finden einer tragfähigen Lösung für das Stadthallenareal.

Tragfähig heißt:

  • ausdiskutiert und – wenn möglich - im Konsens im Arbeitskreis
  • mehrheitsfähig im Stadtrat
  • von den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und akzeptiert

2) Vorgaben

  • mit den Inhalten des Bürgerentscheids übereinstimmend
  • förderfähig im Rahmen der in Aussicht gestellten staatl. / EU-Förderprogramme (Revitalisierung der Altstadt)
  • neue Planung in einer herausragenden Qualität, die diesem wertvollen Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Altstadt gerecht wird.

Was auf diesem Gelände entsteht, soll für die Stadt Maßstäbe setzen in folgenden
Bereichen:

  • die Investitionen sollen spürbar auf die Innenstadt ausstrahlen und sie beleben,
  • die Investitionen sollen innovative und integrierte Nutzungsansätze enthalten,
  • es soll eine Architektur von hoher städtebaulicher Qualität entstehen, die weit über die Stadt Neunburg v.W. Beachtung findet

3) Beratungspunkte der Sitzung am 03.06.08

  • Neue Planung durch wen
  • Hirschenwirtstadel
  • Zeitplan und Inhalte der weiteren Beratungen des Arbeitskreises und der Bürgerbeteiligung


Diskussion

Der weitere Verlauf der zweistündigen 2. AK-Sitzung wurde bestimmt durch die Diskussion der Frage, welches Planungsbüro, welcher Architekt für die neue Planung beauftragt werden soll.

Punkt 5 des Bürgerentscheids besagt, dass dem Planungsbüro Bayer und Strobel, Kaiserslautern, Sieger des Architektenwettbewerbs, der Auftrag wieder zu entziehen ist. Dies erfolgte bereits durch die Stadt bzw. die Freizeit GmbH als Bauträger. Die im Arbeitskreis vertretenen Mitglieder des Aktionsbündnisses äußern sich eindeutig ablehnend zu einer erneuten Beauftragung des Büros Bayer und Strobel als Planungsbüro für eine neue Planung.

Seitens der Stadt wird betont, dass sie keine Zweifel an der fachlichen Qualifikation des Büros Bayer und Strobel habe. Deshalb wäre es für die Stadt durchaus vorstellbar, mit Bayer und Strobel über einen Planungsauftrag für die neue Planung zu verhandeln. Bei einem Auftrag an Bayer und Strobel müsste kein VOF - Verfahren durchgeführt werden, da das Büro bereits über ein Wettbewerbsverfahren gefunden wurde.

Die Diskussion zeigt, dass der AK mehrheitlich der Meinung ist, ein neues Planungsbüro über ein von der EU vorgeschriebenes Ausschreibungsverfahren zu suchen (VOFVerfahren bei Planungsleistungen über 206 Tsd. Euro). Ein formeller Beschluss des AK zur Ausschreibung der Planungsleistungen wird nicht gefasst. Eine Entscheidung darüber muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 16.07. treffen. Der AK wird in seiner Sitzung am 14.07.08 das Ergebnis der bis dahin geführten Diskussion für den Stadtrat als Empfehlung zusammenfassen.

Die Frage des Planungsauftrags für die Neuplanung nach dem Bürgerentscheid wurde sehr ausführlich diskutiert, da aus Zeitgründen schnellstens eine Entscheidung über das planende Architekturbüro getroffen werden muss.

Moderator Hans Eibauer hält es für äußerst wichtig, die interessierte Öffentlichkeit in den Meinungsbildungsprozess einzubeziehen. Er schlägt folgendes Vorgehen für die weitere Arbeit des Arbeitskreises vor:

Mo., 16.06.08, 3. AK-Sitzung (interne Sitzung)
Hauptthema Neugestaltung des Stadthallenareals, Nutzungskonzept Stadthalle

Mo., 30.06.08, Öffentliche Informationsveranstaltung (verbunden mit der 4. AK-Sitzung) Kurzinformation über den Stand der Beratungen des AK, Ideen und Vorstellungen der interessierten Bürger, Diskussion der Überlegungen.
Der Arbeitskreis wünscht sich eine aktive Mitarbeit und Einbringungen von Ideen seitens der Bürgerinnen und Bürger bei dieser Sitzung.

Mo. 14.07.08, 5. AK-Sitzung (interne Sitzung)
Vorschläge des AK für die Entscheidungen des Stadtrats am 16.07. formulieren, u.a. Planungsleistungen, Vorstellungen zur Nutzung des Areals.

 

3. Sitzung des Arbeitskreises Stadthalle am 16.06.08

Die 3. Sitzung wird von Moderator Hans Eibauer, Schönsee, geleitet.

Beratungspunkte:

Öffentlichkeitsarbeit

Information der Stadt zum akt. Stand Hirschenwirtstadel

Eckpunkte der Neuplanung Stadthallenareal

  • Festlegungen Bürgerentscheid
  • Revitalisierung mit oder ohne Edeka-Markt
  • Funktionen des Stadthallenplatzes
  • Verzahnung Innenstadt / Stadthallenareal
  • Verkehr und Parkplätze

Nutzungsvorgaben für die neue Stadthalle

Ideen zur Revitalisierung

Bauträger / Planung / Abstimmungsprozess Förderstellen / Zeitplan

Vorbereitung öffentliche AK-Sitzung 30.06.

 

Diskussion

Thema Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung

Die Einbindung der Öffentlichkeit in den Diskussionsprozess wird als äußerst wichtig eingestuft. In der Bevölkerung wird oft gefragt, wie der Stand ist, wie es weiter geht, welche Vorschläge auf dem Tisch sind. Darauf muss reagiert werden.

Der AK hat sich bereits in der 2. Sitzung darauf geeinigt, dass am Montag, den 30.06.08 um 19 Uhr eine öffentliche Veranstaltung des Arbeitskreises zum Thema„Revitalisierung des Stadthallenareals“ stattfindet, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger öffentlich eingeladen werden. Diese Veranstaltung soll ein Forum für Vorschläge und Meinungsäußerungen sein für alle sein, sie zum Thema etwas beitragen möchten.

Der AK ist sich einig, dass eine schnelle Information der Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Beratungen im Arbeitskreis bis zum Ende dieser Woche erfolgen muss. Über die Presse und mit Einladungen sollen die interessierten Bürgerinnen und Bürger angesprochen werden, an der öffentlichen Veranstaltung am 30.06.08 im Sporrer – Saal teilzunehmen und sich an der Diskussion mit zu beteiligen, kreative Vorschläge sind erwünscht („es darf alles gedacht werden“.

Um vorab den Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema „Revitalisierung des Stadthallenareals“ auseinandersetzen, wird die Bürgerinitiative noch in dieser Woche auf Ihrer Homepage ein Internet-Forum einrichten, in dem Vorschläge und Meinungen zum Thema veröffentlicht werden können.

 

Thema Hirschenwirtstadel

1. Bgm Wolfgang Bayerl berichtet, dass sich der Stadtrat wiederholt, zuletzt in der nicht öffentlichen Sitzung vom 12.06. mit dem Thema befasst hat. Bürgermeister Wolfgang Bayerl informiert darüber, dass es der Stadtrat ablehnte, das Grundstück zu den derzeit bekannten Bedingungen zu erwerben.

Der AK diskutiert das Thema ausführlich und ist der Meinung, dass es für die Gesamtnutzung des Areals ein Vorteil wäre, wenn das Grundstück Hirschenwirtstadel im öffentlichen Besitz wären. Der AK regt an, seitens der Stadtspitze nochmals Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer zu führen. Kann die Fläche nicht zu annehmbaren Bedingungen erworben werden, so wird auch bei der neuen Projektierung ohne diese Fläche zu planen sein.

 

Eckpunkte Bürgerentscheid

Der Bürgerentscheid enthält ganz klare Vorgaben für die jetzt notwendigen neuen Planungsüberlegungen:

  • Kein Eingriff in den Grünbereich des Torweiherparks
  • Ostbahnhof und Rad-/Wanderweg sind zu erhalten
  • ein Fest- / Messeplatz in der bisherigen Größe ist zu behalten

 

Edeka – Markt / Supermarkt

Dieses Thema wird ausführlich und von allen Seiten beleuchtet. Es melden sich zu diesem Thema fast alle im AK anwesenden Mitglieder zu Wort.

Im Bürgerentscheid wurde zwar nicht ausdrücklich über ein Ja / Nein zur Errichtung eines Supermarkts auf diesem Areal entschieden, doch haben nach Meinung der Bürgerinitiative die Neunburger mit dem Bürgerentscheid unmissverständlich gesagt, dass auf dem Areal kein Supermarkt gebaut werden soll. Weiter geht aus den Vorgaben des Bürgerentscheids deutlich hervor, dass der Supermarkt auch nicht dort platziert werden kann, wo er nach dem Willen der Investoren stehen müsste (höchstens geringfügig weiter östlich als die alte Stadthalle).

Die Stadt erklärt die Überlegungen, die für die Verwirklichung eines Supermarkts auf dem Areal sprechen, insbesondere werden die finanziellen Vorteile heraus gestellt (die Freizeit GmbH kann die Mehrwertsteuer als Vorsteuer geltend machen, mit dem Finanzamt wurde abgeklärt, dass die Freizeit GmbH als Bauträger auftreten kann, die Freizeit GmbH leistet einen Beitrag zur Finanzierung der Stadthalle, das Konzept ist förderfähig).

Vorgebracht wird, dass sich mit einem Supermarkt (Vollsortimenter) und dessen Flächenansprüchen keine großzügige Platzgestaltung verwirklichen lässt, dass der Einzelhandel in der Innenstadt noch mehr zurück gedrängt und eine Lösung mit innovativem Ansatz nicht zu bekommen sein wird.

Moderator Hans Eibauer schätzt die Lage in Neunburg nach dem Bürgerentscheid, den öffentlich geäußerten Positionen und der Diskussion im AK so ein, dass bei einem Festhalten an der Supermarktlösung das nächste Bürgerbegehren vorprogrammiert ist. Mit der Folge, dass der Auftrag an den Arbeitskreis und den Moderator, eine trag- und konsensfähige Lösung zu finden, im Rahmen der gesetzten zeitlichen Vorgaben nicht gelingen wird.

Die Ausschussmitglieder einigen sich darauf, jetzt die Diskussion über die Ideen zur Revitalisierung zu eröffnen. Deutlich wird, dass ein neues, innovatives Revitalisierungskonzept, das den Förderkriterien entspricht, das sich positiv auf die Innenstadt auswirkt und das Besucher von Außen anzieht (Alleinstellungsmerkmal), auch den Stadtrat überzeugen könnte, sich vom Supermarktprojekt zu verabschieden.

 

Ideen zur Revitalisierung

Eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen wird genannt, die hier zur besseren Übersichtlichkeit unter thematischen Oberbegriffen zusammengefasst werden. In der Planung / im Realisierungskonzept lassen sich sicher Vorschläge verschiedener Bereiche miteinander kombinieren.

Jugend- / Freizeitsektor

Große Spielhalle für Kinder und Jugend

Dafür gibt es zwischenzeitlich eine Menge Beispiele, insbesondere bei still gelegten Tennishallen (Beispiel Nabburg, Stamsried). Solche Einrichtungen werden in der Regel privatwirtschaftlich betrieben. Diese Investition würde wohl die Kriterien, die bei einer Trägerschaft Freizeit GmbH zu beachten sind, erfüllen können. Zu bedenken ist, dass diese Idee nicht neu und im 30 km Umkreis bereits vorhanden ist. Bei einem Konzept in diese Richtung müsste versucht werden, sich gegenüber den bestehenden Anlagen abzugrenzen und andere Schwerpunkte zu setzen. Im Spielbereich stecken viele innovative Ansätze.

Spielanlage im Freien

Eine Spielanlage auf dem Areal sollte sich, wenn sie nicht das Kümmerdasein vieler öffentlicher Spielplätze fristen soll, von seiner Gestaltung, Größe und dem Spielangebot deutlich von herkömmlichen Spielplätzen abheben. Ideal wäre die Kombination Außenspielbereich mit der vorgeschlagenen großen überdachten Spielhalle. Weiher als Teil der Freiflächengestaltung, auch im Winter als Eisfläche nutzbar Die Chancen, dass der Weiher als Eisfläche im Winter genutzt werden kann, werden eher skeptisch beurteilt. Bei der Gestaltung von Freiflächen spielt Wasser immer eine interessante Rolle, vor allem, wenn ein Fließgewässer damit verbunden ist. Ob sich dies auf dem Stadthallenareal verwirklichen lässt, müsste im Rahmen der Freiraumplanung geklärt werden.

Mobile Kunsteisbahn

Beim Vorschlag, einen Naturweiher im Winter als Eisfläche zu nutzen, wurde eine aus vielen Innenstädten (Stachus in München, Stadtplatz in Amberg, Traunstein usw.) bekannte mobile Kunsteisfläche als wetterunabhängige Alternatividee gebracht. Für eine mobile Kunsteisbahn braucht es keinen Weiher, sondern nur eine ebene Fläche. Es gibt verschiedene Anbieter, die solche Anlagen als Mietanlagen für gewisse Zeit aufstellen. Ob Neunburg v.W. das notwendige Einzugsgebiet hat, um solche Anlagen auszulasten, müsste untersucht werden. In Österreich gibt es solche mobilen Kunsteisbahnen jedenfalls auch in kleineren, in der Regel stark wintertouristisch geprägten Orten (oft auf Tennisplätzen installiert).

Freizeit-, Sport-, Fitness- und Wellnesszentrum

Bei diesem Vorschlag wird darauf aufmerksam gemacht, dass man sich in eine ziemlich Konkurrenzsituation mit privaten Anbietern in und im Umkreis von Neunburg v.W. begibt. Unter diesen Gesichtpunkten wäre ein wirtschaftlicher Betrieb eher fraglich.

 

Ideen zur Freiraumgestaltung

Begehbarer Landkreis

Die Idee ist, im Freiflächenbereich des Areals (in Anbindung an die Stadthalle, jedoch nicht auf dem Stadthallenplatz) den Landkreis Schwandorf in einem maßstabsgetreu modellierten und begehbaren Gelände nachzubilden. Der begehbare Landkreis sollte möglichst naturnah gestalten werden. Mit dem Projekt würde die Identität des Landkreises gestärkt und ein pädagogisch interessanter Lernort geschaffen. Die Idee hätte ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, würde Besucher anziehen und zum besseren Image der Stadt Neunburg v.W. und des Landkreises beitragen.

Labyrinth

Labyrinthe sind faszinierende Möglichkeiten, Grünbereiche zu gestalten. Sie sind Orte des Erlebens und des Meditierens. Die Idee ist, im Freiflächenbereich das „Neunburger Labyrinth“ anzulegen. Sicher eine Idee, die es schon x-fach gibt (siehe nur die Internetseite www.begehbare-labyrinthe.de ), aber ein reizvolle Gedanke nicht nur für Entspannung suchende Veranstaltungsbesucher der Stadthalle.

Orangerie

Schon ab dem 16. Jahrhundert sind Orangerien bekannt. Sie wurden zuerst zum Überwintern von Zitrus- und Orangenbäumen gebaut, später dienten sie oft nicht mehr nur gärtnerischen, sondern mehr repräsentativen Zwecken. Die Idee ist, ein Orangeriegebäude in Anknüpfung an die neue Stadthalle als Wandelhalle zu errichten, in der die Besucher nicht exotische, sondern ganz jährig Pflanzen aus unserem Mittelgebirgsraum finden. Zwischen dem Grün sind Wege angelegt, die Orangerie bietet weiter Platz für kleinere Kulturveranstaltungen.

Regeneratives Erlebnisareal

Im Freiflächenbereich entsteht ein regeneratives Erlebnisareal, das an bisher schon in Neunburg v. W. verwirklichte Investitionen im regenerativen Energiebereich und an die historische Wasserkraftnutzung an der Schwarzach anknüpft. Das regenerative Themenspektrum soll Lern- und Erlebnisareal zugleich sein. Verbunden könnte das Projekt mit Vorschlägen zur Energieeinsparung, mit einem regenerativen Energieinfozentrum und vielen anderen Ideen zum Thema Energie der Zukunft werden.

Geschichte der Stadt, Thema Hussiten

Der Gedanke ist, die Geschichte der Stadt im Mittelalter (Schwerpunkt Hussiten) und die Verbindung zur jetzt 16 Städte umfassenden „Vereinigung der Städte mit hussitischer Tradition und Geschichte“ im Freigelände des Areals in einer Art Themenpark aufzugreifen.

Glasschleifen

Entlang der Schwarzach gab es eine Vielzahl von Glasschleifen und Polierwerken, die heute meist noch als Wasserkraftwerke erhalten sind. Idee ist, die Industriegeschichte der Stadt / Region in einem bereits geplanten Lehrpfad

Kunstweg

Wie ein roter Faden (einen 4,2 km langen, auf dem Boden mit roter Farbe markierten Verbindungsweg zu 36 Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäude gibt es in Hannover) soll sich die Innenstadt mit dem Stadthallenareal über einen Weg verbinden, der mit Kunstobjekten und Installationen gesäumt ist. Solche Kunstwege sind nicht neu, aber reizvoll. Diese Idee lässt sich mit einem Projekt verbinden, das derzeit in der Stadt schon in Planung ist. Es soll ein die Altstadt durchziehender Themenweg entstehen, der die historischen Stadtteile verbindet.

 

Marktfunktion

Markthalle

Starke Befürworter hat die Errichtung einer Markthalle auf dem Areal. Märkte, oft unter Dach in Markthallen untergebracht, gehörten früher zum unverzichtbarenöffentlichen Leben einer Stadt. Historisch bedeutende Markthallen sind aus Großstädten bekannt (Schrannenhalle München und aus vielen europäischen Großstädten). Besonders in Frankreich sind sie in vielen Kleinstädten nach wie vor am Leben und erfüllen dort eine wichtige Versorgungsfunktion.

Die Markthalle wird auf dem Stadthallenareal als Ergänzung zur Stadthalle gesehen, in der ein-, zweimal in der Woche regionale Anbieter wetterunabhängig ihre Produkte verkaufen. In der marktfreien Zeit ließe sich die Markthalle für andere Zwecke nutzen (soweit die Marktstände nicht fest aufgebaut werden, wie zumeist in den französischen Markthallen), z.B. als Ausweichort für Konzerte / Aufführungen auf der Freilichtbühne am Stadthallenplatz, als Flohmarktstation usw.

 

Platzqualität

Stadthallenplatz

Der Stadthallenplatz soll durch seine Größe und Gestalt ein Platz zum Flanieren, Ausruhen, Rad fahren, Sehen und Gesehenwerden, jedenfalls nicht zum Autofahren sein. Seine Größe soll auch den Platz weiter als Fest- / Messeplatz nutzbar machen. Wichtig ist, dass der Platz einen architektonischen Rahmen erhält, der sich schon aus der Bebauung des Areals ergibt: Stadthalle, Markthalle, Bühne, Rad- /Wanderweg mit Torweiherpark. Ob der Platz eine Bühne für Open Air Veranstaltungen erhält / verträgt bzw. ob diese Nutzung genehmigungsfähig ist, wird im Planungsverfahren zu klären sein.

 

Anbindung Stadthallenareal zur Innenstadt

Kreisverkehr

Der Kreisverkehr hat eine sehr stark trennende Wirkung zwischen den Bereichen Innenstadt / Hauptstraße und Stadthallenareal. Gegen einen Rückbau des Kreisels werden eine Reihe gewichtiger Argumente angeführt. Kein Problem wird darin gesehen, den grünen Hügel inmitten des Kreisels abzutragen, zukünftig als ebene Fläche zu gestalten und damit eine Sichtachse herzustellen. Vorgeschlagen wird weiter, eine direkte Fußgängerwegverbindung von der Hauptstraße über die Kreisverkehrfahrbahnen und das Rondell zur Grünanlage zu schaffen. Ob das funktioniert, muss mit Verkehrsexperten geklärt werden. Jedenfalls hat der AK deutlich gemacht, dass die Fuß-/Radverbindung Hauptstraße / Grünanlage / Stadthallenplatz so direkt wie möglich erfolgen sollte.

Grünfläche zwischen Kreisverkehr und Stadthallenplatz (am Ostbahnhof)

Mit der gastronomischen Nutzung des Grünbereichs zwischen Stadthallenplatz / Radweg und Kreisverkehr als Biergarten (gab es früher schon) könnte ein interessantes Bindeglied entstehen. Zur längeren und weniger witterungsanfälligen Nutzung wäre auch eine Teilüberdachung denkbar, die jedoch in gestalterischer Hinsicht nach Qualität verlangt, um nicht störend zu wirken.

Busterminal

Als sehr wichtig wird die Errichtung von Bushaltebuchten (kleiner Busbahnhof) entlang der Rötzer gesehen. Hier wird traditionell mit dem Bus abgefahren, dies soll auch so bleiben. Notwendig sind in diesem Zusammenhang PKW-Plätze, die auch den Friedhofsbesuchern dienen. In das Busterminal könnte ergänzend eine Gepäckaufbewahrungsmöglichkeit und eine Info-Stelle integriert werden.

 

Stadthallennutzung

Dieses Thema wurde bei der 3. AK-Sitzung am 16.06.08 aus Zeitgründen nicht mehr vertieft. Ein Gedanke wurde jedoch eingebracht, der vom früheren Leiter des Bergbau- und Industriemuseums in Theuern, Dr. Helmut Wolf, Regensburg, stammt. Seine Idee ist, in Neunburg v. W. eine Geoakademie zu errichten, in der interessierte Personen zu Geoexperten / Geoführern ausgebildet werden. Dazu gibt es von Dr. Wolf eine Konzeption. Sollte sich die Geoakademie in Anbindung mit dem Stadthallenprojekt realisieren lassen, würde das positive Auswirkungen auf die Belegungsfrequenz der Stadthalle haben.

 

Bürgerbeteiligung am Diskussionsprozess

Der Arbeitskreis Stadthallenareal und die Stadt laden am Montag, den 30.06.08 (19 Uhr im Sporrer Saal) die Bürgerinnen und Bürger ein, sich in einer öffentlichen Veranstaltung zur „Revitalisierung des Stadthallenareals“ zu äußern, Ideen und Vorschläge einzubringen oder auch nur zuzuhören. „Es darf alles gedacht werden“ – mit diesem Slogan ruft der AK-Stadthallenareal auf, sich am Diskussionsprozess zu beteiligen. Der AK hat Vorschläge gemacht, sie sollen diskutiert werden und zu weiteren Ideen anregen. Der AK und die Stadt hoffen auf guten Besuch und eine offene Diskussion, getragen vom Willen, dass auf dem Stadthallenareal etwas entsteht, das für die Stadt und die Innenstadt belebend, zukunftsorientiert, aber auch finanzierbar ist. Die öffentliche Versammlung am 30.06.08 wird Moderator Hans Eibauer leiten.

Schönsee, den 18.06.08
Hans Eibauer
Moderator